Tine Dreisbach ist seit einigen
Jahren mit ihren Comedy-Programmen auf verschiedenen Kleinkunstbühnen zu
erleben. Ihr Markenzeichen sind Berichte über die alltäglichen Dinge des
Lebens, die sie anschaulich und liebenswert mit ihrem Publikum teilt. Sie ist
verheiratet und Mutter von zwei Kindern.
"Vielleicht kennen Sie das
auch..." beginnt Tine Dreisbach gelegentlich ihre Erzählungen. Und dann
nimmt sie das Publikum mit auf eine Kurzreise durch ihren erlebnisreichen
Alltag. Dabei beleuchtet sie nicht selten die kleinen Tücken des Lebens, die
uns doch allen so gut bekannt sind. So erleben die Zuschauer beispielsweise
ihre Versuche, die unbedacht abgeschlossenen Haustürgeschäfte ihres Ehemannes
rückgängig zu machen oder erfahren, wie kompliziert es im 21. Jahrhundert sein
kann, einen angesagten Kindergeburtstag zu organisieren. Mit diesem Programm
("Selbstmordattentäter auf dem Kindergeburtstag") begeisterte sie im
September 2006 auch die Zuschauer des ersten Lüneburger Comedypokals, die ihr
dafür den ersten Preis verliehen. Dort entstand auch ihr Beiname "Die
sprechende Hausfrau".
Dass Tine Dreisbach tatsächlich
sprechen kann, merken Ihre Zuhörer bereits kurz nachdem sie die Bühne betreten
hat. Ihre Auftritte sind eigentlich Zwiegespräche mit dem Publikum, die in
dieser Art durchaus auch im Wartezimmer einer Arztpraxis oder beim
Gemüsehändler stattfinden könnten. "Ich bin Ehefrau und Mutter, wobei
eigentlich schwer zu sagen ist, welche Erziehungsarbeit die anstrengendere
ist", verrät Tine Dreisbach ihrem Publikum und erntet - insbesondere von
ihren weiblichen Zuhörern - verständnisvolles Nicken. Aber wenn sie dann von
Details berichtet, haben am Ende auch die männlichen Zuhörer Tränen in den
Augen. Und wer zu Beginn noch glaubte, daß hier das Klischee der unterdrückten
Hausfrau bedient würde, ist sich spätestens beim Schlußapplaus sicher: Die
wirklich emanzipierte Frau ist eben doch die Chefin eines erfolgreichen kleinen
Familienunternehmens...
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